Die spannende Frage wird sein, wie die Private Krankenversicherung und auch der Bereich der Krankenzusatzversicherung sich 2013 bezüglich der Umstrukturierung in Richtung der Unisex-Tarife, also der Vereinheitlichung hin zu geschlechterneutraler Beitragskalkulation, entwickeln wird.
Auch die Auswirkungen auf die Beiträge der Bestandskunden sind bisher noch nicht geregelt, denn Männer müssten in den meisten Fällen damit rechnen, dass es für sie dann ab 2013 deutlich teurer wird.
Im Bereich der Krankenzusatzversicherung hat die DKV Krankenversicherung ihre Zahnzusatzversicherungen teilweise bereits auf Unisextarife umgestellt. Die DKV Zahnzusatzversicherung (Tarif DT85, DT50 und DBE) bilden bereits jetzt einen einheitlichen Beitrag für beide Geschlechter ab.
Ob dies tatsächlich, wie befürchtet, dazu führen wird, dass der Abschluss einer solchen Krankenzusatzversicherung für das männliche Geschlecht deutlich unattraktiver wird und sich aufgrund einer höheren als vorher einkalkulierten Abschlussquote bei Frauen der zukünftige Beitrag doch wieder an das Niveau vorheriger Frauentarife angleichen muss, wird sich zeigen.
Fakt ist, dass es nun deutlich uninteressanter sein wird, Krankenzusatzversicherungen mit Alterungsrückstellungen zu kalkulieren, da dies den Abschluss für die männliche Bevölkerung aufgrund einer niedrigeren Lebenserwartung als bei Frauen, noch uninteressanter machen würde.
Wie sich dies bei Zusatzversicherungen in der Kalkulation und der zukünftigen Abschlüsse auswirken wird, die aufgrund ihrer Hintergründe nur in Form mit Einrechnen einer Alterungsrückstellungen Sinn machen, beispielsweise bei der Pflegezusatzversicherung oder der Krankenvollversicherung, wird sich ebenfalls zeigen.
Es ist damit zu rechnen, dass der Abschluss für Männer weniger interessant sein wird als heute, wenn jedoch auch eine Umstellung in Unisextarife für den Bestand erfolgen wird, bleibt die Frage offen, ob sich ein frühzeitiger Abschluss in 2012 besonders lohne, natürlich offen. Doch da nicht immer nur der Beitrag einer Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung allein darüber entscheiden sollte, ob der Abschluss lohnt, macht “Mann” sicher nichts falsch, wenn er sich bereits heute um die Absicherungen kümmert, die er sowieso plant oder dringend benötigt.